Unser Name ist unser Programm!

Neue Plakataktion zum Schulbeginn

Zum Schulbeginn 2014/15 startete die Gemeinschaftsaktion ihre Plakatkampagne zur Gewinnung von zusätzlichen Schulbuslotsen und Schulbusbegleitern.

Seit Anfang September wurden die Plakate an Ortseingängen, in Behörden, bei den Verkehrswachten, der Polizei, sowie den Schulen angebracht. Auch in Bussen und Straßenbahnen werben die Plakate für die Aktion.

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Rundfunkspots zum Schulbeginn

Zwischen dem 10. und 19. September 2014 wurden auch die beliebten Schulweg-ABC-Spots im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt.

Hier können Sie die Spots nachhören.

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Sitzplatzpflicht in Schulbussen? Stellungnahme der Gemeinschaftsaktion zur aktuellen Debatte

Schul- und Linienbusse sind in Bayern seit Jahrzehnten ein sehr sicheres und zudem ökologisches Transportmittel und haben in Bayern als Flächenstaat eine hohe Bedeutung für den Schülertransport. Die Gemeinschaftsaktion befürwortet daher die Nutzung von Schulbussen für den Schulweg, wo immer dies möglich ist.

Die Beförderung der Schüler findet dabei entweder im allgemeinen Linienverkehr, der dann allen Nutzern des ÖPNV zur Verfügung steht, oder mit ausschließlich den Schülern vorbehaltenen Schulbussen statt.

Die öffentliche Debatte entzündet sich in beiden Fällen häufig an zwei Phänomenen. Erstens an der Sitzplatz- bzw. Stehplatzsituation – hier ist sinnvollerweise wieder zwischen ÖPNV-Bussen und reinen Schulbussen zu unterscheiden – und zweitens an der „gefühlten“ optischen bzw. tatsächlichen – im letzteren rechtlich relevanten – Überfüllung von Bussen.

Die geltenden gesetzlichen Grundlagen des Bundes, die StVZO sowie das Personenbeförderungsgesetz schließen die Beförderung stehender Fahrgäste im Linien- und im Schulbusverkehr nicht aus. Solange die nach Fahrzeugpapieren höchstzulässige Zahl der Fahrgäste nicht überschritten ist, entspricht die Besetzung der Busse mit stehenden Fahrgästen derzeit geltendem Recht.

Die Bayerische Polizei als Partner der Gemeinschaftsaktion kontrolliert den technischen Zustand der Busse und die Zahl der transportierten Fahrgäste und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit aller Fahrgäste.

Die Forderung zur Bereitstellung eines Sitzplatzes für jeden Fahrgast ist aus Sicht vieler Schüler und Fahrgäste des ÖPNV zwar wünschenswert, erscheint der Gemeinschaftsaktion allerdings – ungeachtet aller rechtlichen Betrachtungen – aus sachlichen und ökonomischen Gründen kaum praktikabel, da das Fahrgastaufkommen niemals vollumfänglich vorhergesagt werden kann.

Die generelle Bereitstellung von Sitzplätzen für jeden Fahrgast im Bereich des ÖPNV – hierunter würden dann auch Regionalzüge, S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen fallen – würde bedeuten, dass die Unternehmen für das stark wechselnde Fahrgastaufkommen in Spitzenzeiten (insbesondere zu den Schulanfangs- und teilweise zu den Schulendzeiten) größere Fahrzeugreserven vorhalten müssten.
Sind beim einfahrenden ÖPNV-Fahrzeug dann alle Sitzplätze besetzt, dürften Fahrgäste – trotz vorhandener Stehplätze – nicht zusteigen.

Neben einer deutlichen Abnahme der Akzeptanz des Transportmittels Bus in der Bevölkerung würde dies weiter aus wirtschaftlichen Gründen zu einer erheblichen Verteuerung der Fahrpreise führen und damit die bezahlbare flächendeckende Bereitstellung von öffentlichen Verkehrsmitteln für Schüler und andere Fahrgäste gefährden.

Zudem bestünde aus unserer Sicht besonders in ländlichen Bereichen die Gefahr, dass Unternehmen ihr Versorgungsnetz verkleinern würden und sich auf möglichst gleichmäßig ausgelastete und hochfrequentierte Buslinien beschränken. Dies würde aber dann zu einem verstärkten Schülertransport im Individualverkehr führen, was aus Sicherheitsaspekten von uns nicht befürwortet werden kann.

Im Unterschied zur Schülerbeförderung im ÖPNV basiert der reine Schülerverkehr auf zivilrechtlichen Verträgen zwischen Verkehrsunternehmen und Schul- bzw. Sachaufwandsträgern. Hier kann bereits heute die Bereitstellung eines Sitzplatzes für jeden Schüler oder die Reduzierung der Anzahl der Stehplätze vertraglich geregelt werden. Unter Abwägung der besonderen örtlichen Verhältnisse und der finanziellen Leistungsfähigkeit der beteiligten Stellen kann über solche Maßnahmen zur Erhöhung der Beförderungssicherheit und -qualität entschieden werden.
Die Gemeinschaftsaktion Sicher zur Schule – Sicher nach Hause ist Motor und Entwickler flankierender Präventionsangebote. Zur Erhöhung der Schulwegsicherheit arbeiten wir deshalb seit vielen Jahren an einem weiteren Ausbau der bereits zahlreichen Schulwegdienste in Bayern – besonders in und um den Schulbus.

Gerade für die weitere Gewinnung von ehrenamtlichen Schulbuslotsen und Schulbusbegleitern werben wir!
Dort, wo die mehr als 31.000 Schulwegdienste an Fußgängerüberwegen, an Bushaltestellen und in Schulbussen ihren Dienst versehen, kommen die Schülerinnen und Schüler in Bayern sicherer und bequemer zur Schule und wieder nach Hause.

Schulen, Polizei, Gemeinden und auch wir geben gerne Auskunft, wie man sich als Schulbusbegleiter, Schulbuslotse, Schulweghelfer und Schülerlotse bewerben kann.

Die Gemeinschaftsaktion hat zudem 2013 ihre bayernweiten Schulbusfahrer-Seminare wieder aufgenommen, die speziell die Schulbusfahrerinnen und Schulbusfahrer für die Belange der kleinen Fahrgäste sensibilisieren sollen.

Zusammenfassend kann die Gemeinschaftsaktion den Wunsch der Schüler und ihrer Eltern nach einem Sitzplatz im Schulbus nachvollziehen. Wir begrüßen auch alle Initiativen zur Verbesserung des Unfallschutzes der Kinder in Schul- und Linienbussen sehr, sehen aber bei differenzierter Betrachtung eine allgemeine Sitzplatzpflicht nicht als zielführend an. Wir setzen auf Einzelfalllösungen, die bereits jetzt möglich sind. Diese sollten lageangepasst durch die örtlichen Stellen geprüft werden.

Eine allgemeine Sitzplatzverpflichtung gefährdet nicht nur die Bezahlbarkeit, sondern auch die Verfügbarkeit von Schulbussen im bestehenden Umfang.
Jeder einzelne aufgrund einer allgemeinen Sitzplatzpflicht nicht mehr fahrende Schulbus würde die Schulwegsicherheit verringern und die Unfallgefahr für Schulkinder – und verkehrsaufkommensbedingt für alle Verkehrsteilnehmer – erhöhen!

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Nachruf auf Hans-Dieter Krais

    Hans-Dieter Krais auf der Jahreshauptveranstaltung 2010 der GA zum Schulanfang in Neu-Ulm (Foto: Gemeinschaftsaktion)

Hans-Dieter Krais, langjähriger Pressesprecher der Gemeinschaftsaktion ist am 09.12.2013 im Alter von 72 Jahren gestorben.

Leiter der Verkehrsredaktion des Bayerischen Rundfunks, Förderkreismitglied der Deutschen Journalistenschule, Gründer der Münchner Motor Presse (MMP) und seit vielen Jahren ihr Vorsitzender - Hans -Dieter Krais hat vielfältige Stationen auf seinem beruflichen Weg durchlaufen. Als Autor hat er sich mit seinen praktischen und ungewöhnlichen Tipps für Autofahrer und seinen Reisebegleitern einen Namen gemacht. Der Motor- und Verkehrsjournalist war zudem Mitglied im Motor-Presse-Club und seit 2005 auch im Verband der Motorjournalisten (VdM) als Leiter des Arbeitskreises Bayern und Mitglied des Vorstands. Auch im Ruhestand lag ihn immer ein Thema besonders am Herzen: die Sicherheit im Straßenverkehr.

Hans-Dieter Krais hat durch sein Engagement die Aktivitäten der Gemeinschaftsaktion entscheidend geprägt. Seine Leistungen für die Verkehrssicherheit der Kinder wirken bis heute weiter. Die Gemeinschaftsaktion ist ihm für sein Ehrenamt zu großem Dank verpflichtet.

 Foto: Schwab

Unter seinen zahlreichen Weggefährten hat auch die Gemeinschaftsaktion Abschied von Hans-Dieter Krais genommen. Seine letzte Ruhestätte hat er auf dem Waldfriedhof in Haar bei München gefunden.

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Rückblick Schulbusfahrerseminare 2013

Sicher zur Schule mit dem Bus

Im November startete die Pilotphase der Seminare für Schulbusfahrerinnen und Schulbusfahrer.

Bei den von der Gemeinschaftsaktion initiierten und geförderten Seminare sollen  Hilfestellungen für die besonderen Herausforderungen des Schülertransports in kompakter Form gegeben werden.

Ziel ist es, Problemsituationen bei der Beförderung von Schulkindern zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zu finden und sie anzuwenden.

Angedacht sind zum Beispiel Themen wie das Vermeiden des Einfahrens des Schulbusses in Haltestellen mit überhöhter Geschwindigkeit, unnötige Vollbremsungen, das Verhalten bei Konfliktsituationen am und im Bus oder auch sachliches und angemessenes Reagieren bei Problemen mit schwierigen Schulkindern.

Auch rechtliche Vorgaben für Busfahrer oder die Gestaltung des "Arbeitsplatzes" Schulbus stehen auf dem Programm.

Untermauert werden die Seminare mit Berichten und Zahlen zur aktuellen Unfallentwicklung.

Aus den gewonnenen Erfahrungen und gesammelten Anregungen der Pilotseminare wird die Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause" ein Fazit für die Folgeveranstaltungen ziehen können.
2014 sollen die Seminare für die Zielgruppe Schulbusfahrerinnen und Schulbusfahrer auf alle Regierungsbezirke Bayerns ausgeweitet werden.

Einen Bericht über das erste Seminar am 20.11. in Peißenberg finden Sie hier.

Hier der Bericht über das Seminar am 27.11. in Mühldorf am Inn.

Und hier der Bericht über das Seminar am 30.11. in Schwabach.